Wenn jeder für sich sorgt, ist für jeden gesorgt

Ich möchte heute eines meiner Lieblingszitate:„Wenn jeder für sich sorgt, ist für jeden gesorgt“ von Osho betrachten.

Erfahre was damit gemeint ist und was NICHT damit gemeint ist.

Jeder Mensch hat wohl eine andere Meinung darüber.

Was meint: Für sich zu sorgen? Für mich ist es, dass man mitbekommt, wie man sich fühlt, was sich gut anfühlt und was nichtund danach handelt und kommuniziert.

Wenn ich es hinbekomme auszudrücken, was mich bewegt, was mir nicht gut tut, meine Grenzen aufzeigen kann, dann sorge ich für mich.

Wann sorge ich noch für mich ? Indem ich nicht automatisch reagiere, wie ich es als Kind evtl. eingeimpft bekommen habe.

Streben nach Autonomie & Selbstfürsorge.

Als Kind haben wir noch ein völlig natürliches Streben nach Autonomie und schon bei kleinen Kindern können wir feststellen, welche Persönlichkeit diese Wesen haben.

Sind sie von Natur aus starke Charaktere, dann fällt es ihnen leicht ihre Grenzen zu ziehen und damit für sich zu sorgen. Dann wissen sie einfach, dass ihnen alles was z.B. Grün ist nicht schmeckt 😉 oder wieviel Körperkontakt ihnen gut tut. Sie äußern es auch sofort, denn sie sind noch nicht geformt worden. Sie sorgen noch ganz natürlich für sich. 

Etwas später beginnt die Prägung von Außen und da entscheidet sich wieder, wie sehr wir als Kinder beeinflussbar sind und vor allem natürlich, welche Maßnahmen von Außen auf uns einwirken.

Wir werden meistens so von unseren Eltern behandelt, wie sie selbst es erfahren haben. Ein Glücksfall, wenn Eltern es schaffen sich bewusst zu sein und ihre Kinder nicht zum Stillhalten, Anpassen und Mundhalten erziehen. Ja sie als eigenständige Persönlichkeiten akzeptieren und respektieren können.

Was hat nun das Streben nach Autonomie mit der Fähigkeit für sich zu sorgen zu tun?

Eine Art für sich zu sorgen , ist tatsächlich die Fähigkeit seinen Raum zu kennen und die eigenen Grenzen zu kennen und diese auch zu verteidigen – seine Autonomie zu verteidigen. z.b. wieviel Körperkontakt möchte ich, wie nah tut es mir gut, ist mir etwas zu schnell, zu viel ….

Eine andere Art für sich zu sorgen, zeigt sich in dem Wert den ich mir als Person selber gebe, bzw. zugestehe. Wenn ich meinen Wert kenne, habe ich selbst eine Achtung vor mir und sorge ganz automatisch dafür, dass es mir gut geht.

Was ist mit: „Für sich sorgen“ NICHT gemeint? 

Es ist NICHT damit gemeint, egozentrisch, nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht zu sein und egoistisch nur an sich zu denken.

Sorgen ist in diesem Zusammenhang nicht gemeint als, sich über ein Problem den Kopf zerbrechen.

Es geht vielmehr um die Selbstfürsorge.

Warum fällt es vielen schwer, für sich zu sorgen?

Es wurde uns sehr oft  abgewöhnt. Als Kinder werden unsere Grenzen die wir aufzeigen nicht ernst genommen und so stecken wir immer mehr zurück.

Wir werden zu gehorsam erzogen und sind durch die Abhängigkeit der Liebe unserer Eltern, gezwungen uns anzupassen, damit wir sie nicht verlieren.

Auch ein gesellschaftlicher & moralischer Aspekt schwingt häufig mit, wie z.B. „es gehört sich nicht nur auf sich zu schaun“, „es ist besser sich um andere zu Sorgen, als um sich selbst.“

Das wir damit sogar dem anderen die Fähigkeit abschreiben, für sich selbst sorgen zu können, steht noch auf einem ganz anderen Blatt. 

Das führt dann dazu, dass wir als Erwachsene unbewusst denken, das wir die Liebe nur verdient haben, wenn wir uns anpassen, bzw. das Lieben = Anpassung ist.

Wenn wir so denken, fällt es uns natürlich extrem schwer unsere Grenzen zu äußern, weil wir ja Angst haben dadurch die Liebe, Anerkennung und Respekt des Gegenübers, zu verlieren und das läuft unbewusst ab. 

Kann man es lernen, für sich zu sorgen?

Ja, das kann man!

Wir können tatsächlich üben, für uns zu sorgen. Wie geht das?:
  • 1. In dem wir aufmerksam werden, auf die Situationen, in denen wir dazu neigen uns wortlos anzupassen.
  • 2. Wenn wir die Situtationen erkennen, können wir lernen uns zu fragen, wie fühle ich mich wirklich?, was will ich gerade wirklich?
  • 3. Dann macht es natürlich Sinn zu lernen, wie kommuniziere, wie drücke ich meine Wünsche, meine Grenzen, meine Gefühle aus. Mir selbst gegenüber und auch anderen gegenüber.
Wenn wir für uns sorgen, erkenne wir unsere Gefühle an und sorgen für uns, wir respektieren unser Gegenüber, aber wir stehen eben auch für uns und unser Wohlergehen ein.

Wie großartig, wenn ich von meinem Gegenüber immer erfahre, wo seine Grenzen sind und mir quasi Hinweise gibt. Ich sehe es als Geschenk, denn ich kann dann noch mehr, ich selbst sein und hänge nicht auf Vermutungen basierend beim Gegenüber. Sollte meinem für sich selbst sorgenden Gegenüber etwas nicht gefallen, wird es das auch ausdrücken. Auf diese Art können wir uns gegenseitig noch mehr Vertrauen entgegenbringen und schließlich viel entspannter miteinander umgehen.

Wenn jeder für sich sorgt, ist für jeden gesorgt. 🙂

Wie geht es dir damit? Kannst du gut für dich sorgen?

Kennst du deinen Wert und handelst danach?

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Alles Liebe Silke